Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 014/17 - 17.10.2017

DGB: Nordbrief ist von guter Arbeit weit entfernt!

Für den Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nimmt Frank Hornschu Stellung zu den Arbeitsbedingungen bei Nordbrief:

 

„Für jeden Kunden - ob Unternehmen, Behörden oder Freiberufler - ist es wichtig, dass die Post zuverlässig und sicher geliefert wird. Unstrittig dürfte sein, dass dieser Umstand mit einem gewissen Wert an sich auch für Nordbrief verbunden sein dürfte. Behandelt Nordbrief die Beschäftigten für diese wertvolle Leistung anständig und Fair? Nein! Sie verzerren den Wettbewerb.

Nordbrief betreibt ein Geschäftsmodell zulasten des Gemeinwohls. Sie zahlt den Beschäftigten keinen fairen Lohn, von dem sie tatsächlich leben können. Zudem versagt Nordbrief den Beschäftigten wesentliche Freiheitsrechte, indem sie die Gründung eines Betriebsrats und die Tarifbindung verhindern.

In Anbetracht dieser Situation rufen wir dringlich dazu auf, bei der Vergabe von Aufträgen auch die Arbeitsbedingungen, unter denen der Auftrag erfüllt werden soll, kritisch zu hinterfragen. Es ist keine neue Erkenntnis, dass in Betrieben, in denen gute Arbeitsbedingungen herrschen, auch die Qualität der Arbeit eine bessere ist.

In diesem Zusammenhang finden wir das öffentliche Beklagen in den KN zum Fehlen „eines echten Wettbewerbs“ mehr als vermessen. Nordbrief ist vielmehr aufgefordert, unverzüglich für faire und gute Arbeitsbedingungen zu sorgen.“  


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