Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09/18 - 19.04.2018
DGB zum Tag der Arbeit 2018

Wir stehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit!

Die Gewerkschaften in ihrem Bund, dem DGB, stellen ihre Aktionen, Kundgebun-gen und Demonstrationen zum Tag der Arbeit 2018 unter das Motto „Wir stehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Dafür kämpfen Gewerkschaften!“.
Die Bundesregierung hat sich für die Arbeitnehmer*innen einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Poli-tik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Regierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spal-tung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.
Der Vorsitzende des DGB Kiel Region, Frank Hornschu: „Wir wollen, dass nie-mand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte den Schutz von Tarifverträgen genießen, und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir wol-len ein gerechtes Steuersystem, mit dem eine solide Infrastruktur und bezahlbare Wohnungen finanziert werden, und einen öffentlichen Dienst, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Wir wollen gute Bildung für alle Kinder. Sie haben ein Recht da-rauf. Wir wollen eine Arbeitsmarktpolitik, in der allen Menschen Unterstützung ge-währt wird, damit sie einen Weg in existenzsichernde Erwerbsarbeit finden - for-dern und sanktionieren allein ist viel zu wenig. Im wohlverdienten Ruhestand wol-len wir ein Leben in Würde.“
Die Koalition muss ihre Vorhaben zu guter Arbeit, bei der Pflege, bei der Beschäfti-gung von Langzeiterwerbssuchenden, bei der Mindestausbildungsvergütung, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit, bei den Investi-
tionen in Bildung, bezahlbarem Wohnungen und Infrastruktur sowie bei der In-tegration von zu- und eingewanderten Menschen schnell und vollständig umsetzen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Sie muss mutiger werden!
. Niedriglöhne, Mini- und Midijobs sind keine Perspektive für die Zukunft: Schluss damit! Sie gehören abgeschafft, nicht ausgeweitet! Die Beschäftig-ten haben ein Recht auf Sicherheit und Ordnung in der Arbeitswelt!
. Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst gehören abgeschafft! Wir fordern mehr Personal!
. Finger weg vom Arbeitszeitgesetz – mehr Mitbestimmung und Zeitsouverä-nität für die Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung!
. Investiert endlich in bessere Bildung und Infrastruktur. Sofort!
. Eine Lohnlücke von 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen ist ungerecht. Beendet das!
. Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchten, verweigern gerechte Löhne. Verbietet es ihnen!
. Reiche müssen mehr tragen als Arme – wir fordern ein gerechtes Steuersys-tem. Jetzt!
. Europa ist ein fantastisches und einzigartiges Projekt, es darf nicht schei-tern. Stärkt ein soziales und solidarisches Europa!
Abschließend meint Hornschu: „In diesen Tagen und Wochen zeigen gerade die Gewerkschaftsmitglieder Haltung und klare Kante: Neofaschisten und Rechtspopu-listen haben keinen Platz in unserer Region. Deshalb werben die Gewerkschaften zur Kommunalwahl am 6. Mai 2018 für eine hohe Wahlbeteiligung und die Wahl einer demokratischen Partei, die sich klar für mehr Rechte der Arbeitnehmer*innen und für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzt. Unsere Demokratie ist zu wichtig als Protest oder gar nicht zu wählen.“
Dafür gehen wir am 1. Mai auf die Straße – mit Dir!
Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität.
Wir demonstrieren gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus.
Die Hinweise zu den sechs Veranstaltungen zum Tag der Arbeit in der Kiel Region können im Netz unter http://kielregion.dgb.de/ nachgelesen werden.


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