Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 16.03.2010

Kieler Wirtschaft für Erhalt des Flughafens: Kräfte bündeln Chancen ausloten

MEDIENINFORMATION - gemeinsame Erklärung der Kieler Wirtschaft zum Erhalt des Flughafens

DGB Region KERN
IHK Kiel
Unternehmensverband Kiel
Kreishandwerkerschaft Kiel

Unternehmens- und Arbeitnehmervertretungen der Landeshauptstadt Kiel treten für den Erhalt des Flughafens in Kiel-Holtenau ein. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Sitzung, an der DGB Region KERN, IHK zu Kiel, Unternehmensverband Kiel, Kreishandwerkerschaft Kiel und der Wirtschaftsrat der CDU in Kiel sowie Vertreter von CDU und SPD teilgenommen haben.
Die Wirtschaft verständigte sich nach einer gemeinsamen Lagebeurteilung darauf, die Interessen für die Zukunft des Flughafens zu bündeln. Dieses Bündnis soll nach Einschätzung des Vorsitzenden des UV Kiel, Ulrich Jacobi noch breiter aufgestellt werden. Es wird deshalb auf weitere Institutionen zugegangen, die ein Interesse am Erhalt des Flughafens haben und an der Zukunft mitwirken wollen.
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Kiel, Jörn Biel sieht nach einer ersten Lageeinschätzung, dass die Kosten der Schließung und die Folgewirkung für die wirtschaftliche Entwicklung der Kiel-Region in einem offensichtlichen Missverhältnis stehen.
Die bereits vorhandenen Unternehmen und Arbeitsplätze am Standort Holtenau müssen Rahmenbedingungen für ihre weiteren Entwicklungsmöglichkeiten bekommen, so Alfred Bridstrup, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kiel.
Der Standort Holtenau ist die einzige innerstädtische Fläche, wo in engen räumlichen Zusammenhang mit Kiel-Friedrichsort, im Herzen der Stadt industrielle Wachstumschancen und somit die Schaffung von Arbeitsplätzen realisiert werden können, so Ralph Müller-Beck, Vorsitzender des DGB.
Die Chancen, die sich insbesondere aus dem Alleinstellungsmerkmal Landebahn ergeben, gilt es zu erschließen. Die nach gemeinsamer Einschätzung der Teilnehmer ca. 10 Millionen € teure Schließung, hat nur die Einstellung des Flugbetriebes und den Rückbau zur Folge. Bislang nicht dargestellt sind die Kosten eines möglichen Ankaufes des Geländes durch die Landeshauptstadt Kiel vom Bund, die Sanierung der Altlasten und die Erschließung für eine bislang nicht klar definierte Nachnutzung.
Die Schließungskosten sind somit eine reine Investitionen in eine Bundes-Brache, so Jörn Biel. Dem gegenüber steht lediglich ein derzeit von zu tragender Betriebskostenzuschuss von derzeit jeweils ca. 600.000 € pro Jahr von Stadt und Land.
Die Beibehaltung des Flugbetriebs, die weitere Senkung der Betriebskosten und die industrielle Entwicklung im Bestand, ist nach Einschätzung der Teilnehmer das zu verfolgende Ziel. Hierfür gilt es die Kompetenzen in Stadt und Land zu bündeln.
Die Teilnehmer verständigten sich darauf, hierfür einen aktiven Beitrag zu leisten.


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