Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 012 - 11.07.2016

DGB: Süverkrüp muss Ordnung einhalten!

Die Gewerkschaften in ihrem Bund, dem DGB, sind über die Berichte aus dem Betrieb der Firma Süverkrüp höchst irritiert. So werden die Rechte der Beschäftigten und die des Betriebsrats in der Interessenvertretung offenbar systematisch und grundlegend in Frage gestellt. „Im 21. Jahrhundert passt die Haltung eines schrankenlosen Patriarchen in keinster Weise. Es gibt ein staatlich garantiertes Recht auf Mitbestimmung auch im Betrieb von Herrn Süverkrüp. Er wäre mehr als gut beraten, würde er sich uneingeschränkt an Recht und Ordnung auch in seinem Betrieb halten“, so Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region.

Zudem setzten sich die Beschäftigten der Fa. Süverkrüp seit Monaten für eine Regelung der Arbeits- und Einkommensbedingungen ein. Nach der Übernahme der ehemaligen Daimler Niederlassungen durch Süverkrüp sind solche Vereinbarungen mehr als geboten. „Auch hier zeigt sich Herr Süverkrüp offenkundig uneinsichtig. Er verwehrt seinen Beschäftigten das grundlegende Freiheitsrecht, die Arbeits- und Einkommensbedingungen in Form eines Tarifvertrages zu vereinbaren. Zwar gibt er öffentlich seine Gesprächsbereitschaft kund, verweigert sich allerdings intern in Gesprächen mit der Belegschaft und der IG Metall konsequent einer konstruktiven Verhandlungsführung. Dies passt nicht zu einem aufrechten Kaufmann. Herrn Süverkrüp muss klar sein, dass er auf Dauer mit seiner Haltung die Beschäftigten und letztlich die Kundschaft vergrault. Mit der Tarifflucht sollen mehr als 20 Prozent Einkommenseinbußen realisiert werden. Und wir wissen, dass im Verkauf die Beschäftigten seit Monaten mit weniger als 500,- Euro im Monat nach Hause gehen. Das ist mehr als unerträglich und passt in gar keinem Fall zu einem so wirtschaftlich starken Unternehmen“, so Hornschu weiter.

„Die Kolleginnen und Kollegen des Betriebes und die IG Metall haben zu einer Unterschriftenaktion zur Einhaltung der Mitbestimmung und zur Tarifbindung im Unternehmen Süverkrüp aufgerufen. Der DGB ruft nun zugleich alle Beschäftigten und Gewerkschaften zur Teilnahme an dieser Unterschriftenaktion in der Kiel Region auf um den tariflosen Zustand zeitnah zu beenden“, so Hornschu abschließend.


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