Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011/17 - 20.09.2017

DGB: Wählen gehen - für mehr soziale Gerechtigkeit!

Bundestagswahl 2017

Pixabay

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bei der Bundestagswahl am 24. September ihre Stimme für mehr soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Rente, mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie mehr Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen. „Allein in Kiel sind knapp 70.000 Menschen atypisch beschäftigt – viele wissen nicht, ob sie Übermorgen noch Arbeit haben; es fehlen in Kiel bis 2019 etwa 10.000 Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommen; über 2.500 junge Frauen und Männer suchen in der Landeshauptstadt einen Ausbildungsplatz; 34.000 Menschen leben seit Jahren von Transferleistungen und knapp 9.000 Kinder leben in Armut; mehr als 18.000 Menschen suchen seit Jahren eine existenzsichernde Erwerbsarbeit; zeitgleich fehlen Fachkräfte in allen Bildungseinrichtungen und in der Pflege“, listet Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region, die Herausforderungen auf.

 

Unter dem Motto „Jetzt gerecht!“ haben die DGB-Gewerkschaften ihre Anforderungen an die politischen Parteien zur Wahl formuliert. Im Vordergrund stehen die grundlegende Neuordnung der Arbeit, die Stabilisierung der sozialen Sicherungssyteme, der gesetzlichen Rente und eine Stärkung der Tarifbindung. „Tarifverträge bedeuten mehr Lohn, bessere Arbeitszeiten, mehr Urlaub und mehr Sicherheit aber auch höhere Motivation und Produktivität. Aber immer weniger Menschen stehen unter dem Schutz von Tarifverträgen. Der DGB und seine Gewerkschaften setzen sich hier vor Ort mit ihrem „Masterplan Gute Arbeit“ mit den Partnern in der „Kommission für Berufsbildung, Beschäftigung und Wirtschaft“ für verbesserte Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten ein. Die Politik muss diesen örtlichen Bemühungen den Rücken stärken“, fügt Hornschu hinzu.

 

Die DGB-Gewerkschaften fordern, die laufende Ausbreitung prekärer Jobs zu stoppen – von unbegründeten Befristungen über Leiharbeit und Minijobs bis hin zu Stundenverträgen, von denen kein Mensch leben kann. Hornschu abschließend: „Wir wollen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt: Löhne und die soziale Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter müssen für ein Leben in Würde reichen. Wir fordern die Parteien auf, sich für Gute Arbeit insgesamt und in der digitalen Transformation einzusetzen.“


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