Deutscher Gewerkschaftsbund

28.11.2017

DGB: Quote der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, erreicht neuen Höchststand in der Kiel Region

In Deutschland beziehen 14,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen Leistungen nach dem SGB II. Damit hat der Anteil der Kinder, die auf "Hartz IV" angewiesen sind, einen neuen Höchststand erreicht. Das zeigt eine Auswertung der aktuell verfügbaren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

 

Für die Gewerkschaften nimmt Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region, zu dieser Entwicklung Stellung:

 

„Die Quoten für die Kinder und Jugendlichen in der Kiel Region, die auf SGB II Leistungen angewiesen sind, liegen zum Teil deutlich über den Bundesdurchschnitt:

-          in Kiel                           2011: 24,9 %                2017: 30,4 %

-          in Neumünster               2011: 20,4 %                2017: 24,9 %

-          im LK Plön                    2011:   8,7 %                2017: 11,5 %

-          im LK RD-Eck                 2011:   8,9 %                2017: 12,0 %.

Die Daten zeigen die Notwendigkeit, noch mehr für die soziale Inklusion zu tun. Sicherlich ist die verbesserte wirtschaftliche Entwicklung erfreulich, nur sind offenbar immer mehr Kinder und ihre Eltern von dieser Entwicklung abgekoppelt.

Die starke Zunahme im SGB-II-Bezug unterstreicht die Bedeutung von besserer Arbeitsmarktintegration der Eltern und von Bildungsinvestitionen.

Die hohen Hartz-IV-Quoten in der Kiel Region zeigen, das bedingungslose Erfordernis in eine kostenfreie Bildungsinfrastruktur sowie in eine faire Ordnung am Arbeitsmarkt, die es den Eltern möglich macht, die Familie aus guten Arbeitsbedingungen – sozialversichert, tarifgebunden und mitbestimmt – heraus selbst zu finanzieren.“


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