Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08 - 17.05.2016

DGB: Von Guter Arbeit weit entfernt

Die Gewerkschaften in ihrem Bund, dem DGB, nehmen Stellung zur Zunahme der Erwerbstätigkeit in Kiel.

Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region, merkt an: „In der Tat die Erwerbstätigkeit hat in Kiel zu genommen. Noch mehr zugenommen hat allerdings die atypische und prekäre Beschäftigung. So wuchsen von alle Beschäftigungsverhältnissen diese Arbeitsformen in den vergangenen Jahren von 45.000 auf über 70.000 mit steigender Tendenz im Stadtgebiet. Atypisch bzw. prekär gelten Arbeitsverhältnisse, die ohne Sachgrund befristet oder unfreiwillig in Teilzeit oder in Leih- und Zeitarbeit oder in Werkverträgen und Solo(Schein-)selbstständigkeit oder in Minijobs als Haupteinnahme begründet sind.“

Der DGB und seine Gewerkschaften sind überzeugt: „Kiel braucht zur Stabilisierung der Attraktivität und zur Verbesserung des Wirtschaftsstandortes eine Offensive / einen "Masterplan Gute Arbeit". Die Unterbietungsprozesse und Umgehungsstrategien dürfen nicht länger die extrem guten Leistungen, die hohe Qualität und die exzellenten Innovationen der Beschäftigten in fortgesetzter Weise mindern. Sie schüren Unsicherheiten und reduzieren das Vertrauen der Menschen in die soziale Sicherheit“, so Hornschu weiter.

Die Notwendigkeit zur Kursänderung, hin zur Sicherung und Stabilisierung der Kieler Wirtschafts- und Arbeitswelt, wird nicht zuletzt durch die konkreten Fakten (u.a. auch durch den Wirtschaftsmonitor der Landeshauptstadt Kiel von Juli 2015) deutlich. Hornschu ist sicher: „Mit Guter Arbeit für alle, in allen Bereichen der Produktion und Dienstleistung, ist eine Stärkung der existenzsichernden Beschäftigung, eine Steigerung der Attraktivität am Wirtschaftsstandort, eine zukunftsfähige Ansiedlung neuer Unternehmen sowie eine erfolgreiche Fachkräftesicherung, Nachwuchsgewinnung und Integration von Erwerbssuchenden sowie zu- und eingewanderten Menschen möglich. Dazu wird der Masterplan Gute Arbeit entscheidende Beiträge leisten.“


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