Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11 - 05.05.2014

DGB: Kieler Mitbestimmungspreis für die Jugend

Der Kieler-Mitbestimmungspreis 2014 des DGB und seiner Gewerkschaften ging im Rahmen des Arbeitnehmerempfang der Landeshauptstadt Kiel am 29. April 2014 an die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).
„Die JAV von TKMS hat sich in vorbildlicher Weise für die Belange der Auszubildenden und Dual-Studierenden eingesetzt. Sie hat mit ihrem Einsatz zeitgemäße Interessen in klare Regelungen mit dem Unternehmen für die jungen Frauen und Männer vereinbaren können und damit zugleich Maßstäbe gesetzt,“ so Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region.

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(von links) Marvin Schäfer - Sandra Schmidt -Murat Sevgili - Sina Hanke Foto: Steffen Kreisl IG Metall

Die JAV Die JAV von TKMS organisiert nicht nur die aktive Beteiligung aller Auszubildenden und Dual-Studierenden in ihren Versammlungen, sondern greift auch spezifische tarif- und sozialpolitische Themen der Jugend auf und setzt sie in passgenaue tarifrechtliche Regelungen in Zusammenarbeit mit der IG Metall Kiel-Neumünster im Betrieb um. „Auf Anregung der JAV werden in den nächsten vier Jahren zusätzlich 28 Ausbildungsplätze im gewerblich-technischen Bereich im Unternehmen geschaffen. Die Regelungen sehen eine unbefristete Übernahme nach bestandener Berufsausbildung vor. Für die Dual-Studierenden werden die Einschreibe-, Studien- und Prüfungsgebühren vom Arbeitgeber übernommen. Das Unternehmen trägt zudem pro Ausbildungsjahr und Auszubildenden das Büchergeld in Höhe von 50,- Euro. Den Auszubildenden und Dual-Studierenden wird der Austausch in Form von Jugend- und Auszubildendenversammlungen viermal im Jahr während der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ermöglicht“, ergänzen Peter Seeger, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Kiel-Neumünster, und Steffen Kreisl, Jugendsekretär der IG Metall Geschäftsstelle Kiel-Neumünster.

„Damit hat sich dieses junge Gremium der Interessenvertretung um die Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung sehr verdient gemacht. Die erzielten Vereinbarungen haben eine enorm positive Strahlkraft auf andere Belegschaften, Betriebe und Regionen“, so Hornschu abschließend.


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