Deutscher Gewerkschaftsbund

19.10.2011

Altersarmut: Jetzt Rentenbeitrag senken oder Rente mit 67 abschaffen?

Start: 24.10.2011

Zurzeit läuft der „Rentendialog“ der Bundesregierung. Obwohl allgemein anerkannt ist, dass in Zukunft immer mehr Menschen Altersarmut droht, bietet Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bislang nur Scheinlösungen an. Mehr noch: Die Koalition will den Beitrag zur Gesetzlichen Rentenversicherung absenken: für 2012 um 0,3 Prozentpunkte und im Jahr 2013 um nochmals 0,5 Prozentpunkte. 

Eine solche Beitragssatzsenkung ist gut gemeint. Eine Entlastung von 0,5 Prozentpunkten beim Rentenbeitrag bringt für Durchschnittsverdiener/innen mit rund 2.500 Euro Monatseinkommen gut 6 Euro netto mehr im Monat, für Geringverdiener/innen mit 1.500 Euro Monatseinkommen bleiben 3,75 Euro. Nicht zu vergessen: Die Hälfte der Beitragssenkung geht an die Arbeitgeber. 

Mit einer Beitragssatzsenkung werden aber die notwendigen Spielräume im Kampf gegen Altersarmut zunichte gemacht. Die Bundesregierung könnte zum Beispiel stattdessen die Rente mit 67 abschaffen. Sie startet im nächsten Jahr und soll bis 2030 dafür sorgen, dass der Beitrag nicht so stark steigt – nämlich genau 0,5 Prozentpunkte weniger. 

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