Deutscher Gewerkschaftsbund

19.02.2020

DGB Initiative "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!"

Gewalt gegen Beschäftigte

2018 erreichte die Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte einen neuen Negativrekord, Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht und auch viele andere Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher.

Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region: „Dazu gehören beispielsweise Rettungskräfte, Feuerwehrleute oder Beschäftigte der Ordnungsämter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Verkehrsbetrieben und Entsorgungsunternehmen, Lehrerinnen und Lehrer, Beschäftigte in Jobcentern, Bürgerämtern, Bädern, bei den Gerichten und in Justizvollzugsanstalten.

Auch sie werden zunehmen angepöbelt, attackiert, bedroht und beleidigt. Die Statistik und auch die täglichen Erfahrungen der Beschäftigten sprechen eine deutliche Sprache: Gewalt ist für die, auf die sich unsere Gesellschaft tagtäglich stützt, Alltag geworden.

Vor dem Hintergrund der steigenden Respektlosigkeit und Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor nehmen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften diese Entwicklung seit Jahren mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis und haben daher auf ihrem Ordentlichen Bundeskongress im vergangenen Jahr beschlossen, die Problematik in die Öffentlichkeit, die Dienststellen und in die Politik zu tragen.

Mit einer breit angelegten Initiative machen wir deutlich, was die Beschäftigten des öffentlichen und privatisierten Sektors täglich für die Gesellschaft leisten – und was sie im Gegenzug erfahren.

Unser Slogan lautet: Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch.

Diese grundlegende Feststellung vermitteln wir der  Öffentlichkeit und wollen so eine Einstellungsänderung hin zu mehr Respekt und Verständnis anstoßen.

Doch auch Arbeitgeber, Dienstherren und letztendlich die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger sollen verstärkt sensibilisiert und an ihre Verantwortung für die Beschäftigten erinnert werden.“

 

Gewerkschaftshaus NMS

Gewerkschaftshaus NMS Tobias Klaassen

Gewerkschaftshaus Kiel

Sabine Mordhorst

Gewerkschaftshaus Kiel

Gewerkschaftshaus Kiel Sabine Mordhorst


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