Deutscher Gewerkschaftsbund

10.03.2022

Eindrücke vom internationalen Frauentag / Kita Streik 2022 in Neumünster

Int. Frauentag NMS

Bündnis 90 / Die Grüne

Mehr braucht Mehr

Ver.di

Unter dem Motto Sternmarsch für Chancengleichheit und Frauenrechte fand zum internationalen Frauentag in Neumünster ein Sternmarsch zum Großflecken statt. Aus verschiedenen Richtungen, Organisationen und gesellschaftlichen Bereichen im Herzen Neumünsters kamen die Demonstranten für ein gemeinsames Ziel auf dem Großflecken zusammen: Echte Chancengleichheit und Repräsentanz auf allen Ebenen.

In der Carlstraße am Gewerkschaftshaus fand im Vorwege eine Kundgebung zum Streik der Mitarbeitenden im Erziehungs- und Sozialdienst statt. Unter dem Motto Mehr brauch Mehr streikten die Mitabeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Kita's zusammen mit solidarischen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen DGB - Mitgliedsgewerkschaften, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen:

- Verbesserung der Arbeitsbedingungen

- Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

- finanzielle Anerkennung der guten Arbeit

Dass diese Kundgebung am internationalen Frauentag stattfand ist kein Zufall. Denn nach wie vor sind Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, weniger anerkannt und schlechter bezahlt. Das betrifft ganz besonders den Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes. Deswegen sollten am internationalen Frauentag die tariflichen und feministischen Ziele gezielt zusammengeführt werden. 

  

 

Gegen 17 Uhr begann der Demonzug der ca. 70 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Richtung Kundgebungsort Großflecken. Laut, bunt und kreativ zogen sie über die Rendsburger Straße.

 

 

 

Weitere Demonstrationszüge starteten zeitgleich in der Christianstraße, Alter Kirchhof und am Fürsthof. Mit dabei waren das autonome Frauenhaus in Neumünster, der Sozialdienst muslimischer Frauen und die Mitorganisatoren dieser Veranstaltung Bündnis 90 / Die Grünen.

 

 

 

 

Auf dem Großflecken trafen die Organisationen schließlich zur gemeinsamen Abschlusskundgebung zusammen. Die drei Rednerinnen setzten unterschiedliche Schwerpunkte.

Aminata Touré ist in ihrer Rede vor allem auf die Frauen und Kinder aus der Ukraine eingegangen. Jene, die dort bleiben und jene, die fliehen, und dass sie unsere Solidarität haben. Außerdem sprach sie über Gewalt gegen Frauen und dass zu viele in unserer Gesellschaft diese erfahren. "Dieses Thema muss stärker als sicherheitspolitisches diskutiert und politisch bearbeitet werden! " so Touré.

In der Rede Hildegard Reckers-Teichelmann (Ver.di) wurde betont, dass gerade auf Frauen, die in der Pflege arbeiten oder die als Erzieherinnen geschaut werden muss. Sie verdienen viel mehr Anerkennung für ihre Arbeit an unserer Gesellschaft. Eine Annerkennung die sich nicht nur durch warme Worte äußert, sondern sich auch in einer guten Bezahlung niederschlägt. 

Rita Müller (IG BAU) hob in ihrem Wortbeitrag die Branche der Gebäudereinigung hervor. Eine Branche, in der zum großen Teil Frauen tätig sind. Gebäudereinigerinnen erledigen ihre Arbeit oftmals dann, wenn alle anderen noch schlafen. Sie sind die unsichtbaren, die den Dreck wegmachen, die jeden Tag für einen hohen Hygienestandard in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sorgen. "Ich möchte heute und hier diesen Frauen danke sagen." so Müller, " Danke für euren unermüdlichen Einsatz... Ohne Euch geht nix!". Damit machte sie auf die bundesweite Aktion "Ohne uns geht nix" aufmerksam.


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