Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 19/05/15 - 16.05.2019

DGB zum Industriepolitischen Dialog in Kiel

Frank Hornschu Geschäftsführer DGB Kiel Region

DGB Kiel

Zum „Industriepolitischen Dialog“ in der Landeshauptstadt Kiel (gegründet im Mai 2015) zieht Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region, ein Zwischenfazit:
„Die Gewerkschaften in ihrem Bund, dem DGB, begrüßen es, dass ihre Initiative sowohl von der Stadt Kiel als auch von den Unternehmen seinerzeit aufgegriffen wurde und in eine ständige Einrichtung gemündet ist.
Die Sicherung, Stabilisierung und Neuansiedlung von Industrie und gewerblicher Produkti-on ist für Kiel insgesamt sehr wichtig. In den Bereichen von Logistik über das Handwerk bis zur Dienstleistung entstehen durch die industriellen Arbeitsplätze weitere nennenswerte Beschäftigungsfelder.
Für den wirtschaftlichen Erfolg und Fortschritt in Kiel ist der Industriepolitische Dialog - der Dialog über die Grenzen einzelner Akteure der Wirtschafts- und Arbeitswelt hinweg - auch deshalb von Belang, weil dieser sich - auch im Kontext der Kieler Kommission für Berufsbil-dung, Beschäftigung und Wirtschaft (gegründet im Januar 2017) - u.a. konkret zur Fach-kräftesicherung und Nachwuchsgewinnung aktiv einsetzt.
Gerade dazu engagieren sich die Arbeitnehmer_innen und ihre Gewerkschaften: Der DGB vergibt seit 2018, u. a. zur verbesserten Profil- und Imagebildung der dualen Berufsausbil-dung, der betrieblichen Ausbildung, das DGB-Zertifikat Gute Arbeit. Er verstärkt damit die Bemühungen der allgemeinbildenden Schulen in der Berufsorientierung, die im Übergang von der Schule in den Berufseinstieg und die der Jugendberufsagentur. Das DGB-Zertifikat ist insofern für die Eltern (sie sind die besten Berufsberater_innen ihrer Kinder) und die Heranwachsenden eine Orientierungshilfe zu guten Arbeitsbedingungen und Karrierechan-cen in der Berufsauswahl und angestrebten Erwerbsbiographie.
Mit seinen exzellenten Bildungseinrichtungen, den Regionalen Bildungszentren und den Hochschulen, verfügt Kiel über herausragende Potentiale - sie konsequent zu nutzen und den Absolvent_innen Perspektiven auf dem Kieler Arbeitsmarkt zu eröffnen, ist letztlich für das städtische Gemeinwesen und dessen wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit, auch im di-gitalen Wandel, das A und O.
Der verbindliche und kontinuierliche Austausch ist deshalb für unsere Stadt, für unser Ge-meinwohl, für die Unternehmen und für die Arbeitnehmer_innen an sich schon ein Erfolg und somit ausschlaggebend.“


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