Deutscher Gewerkschaftsbund

25.04.2012
Stoppt die NPD-Provokation am 1. Mai

Keine Nazis in Neumünster

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Privat

Die NPD will in Neumünster marschieren!

Am 1. Mai von 12 bis 21 Uhr wollen Neonazis aus ganz Norddeutschland nach einem Aufruf der NPD „mit Lautsprecherfahrzeugen, Trommeln, Fahnen und Transparenten“ und dem bundesweit bekannten Faschisten Udo Pastörs (MV) als Hauptredner durch Neumünster marschieren.

Warum gerade in Neumünster?

Neumünster mit seiner hohen Arbeitslosigkeit und existenziellen Ängsten bei Familien bietet eine für Nazis vermeintlich lohnende Angriffsfläche, und sie erhoffen sich hier besonders viele Stimmen für den Landtagswahlkampf. Außerdem existiert hier seit 1996 der norddeutsche Nazitreff Club 88 (88 ist der Code für Heil Hitler), der für die gesamte Szene Symbolkraft und Kultcharakter hat. Hier gibt es mit der Gastwirtschaft Titanic und dem Athletik Klub Ultra zwei feste Strukturen, die von Rechtsextremisten betrieben und von ebensolchen besucht werden, daneben aber auch von den Rockerbanden „Bandidos“ und „Contras“.

Wir nehmen diese Provokation nicht hin!

Der 1. Mai hat für die Gewerkschaften angesichts der Verschleppungen, Folterungen und Ermordungen durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 besondere
Bedeutung und deshalb werden sie am Vormittag – wie jedes Jahr – die Maikundgebung durchführen und gemeinsam mit den demokratischen Kräften der Stadt alles tun, damit die Nazis keinen Aufmarsch in Neumünster durchführen können. Der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie, dem alle demokratischen Parteien, die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die Gewerkschaften, die Türkischen Verbände und Vereine sowie viele andere Organisationen angehören und der von der Stadtverwaltung und der Polizei begleitet wird, hat sich bereits im Februar an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gewandt: Besetzen Sie gemeinsam mit uns die Straßen und Plätze dieser Stadt! Zeigen Sie mit Ihren Ideen und Projekten, was diese Stadt ausmacht und wem sie gehört! Hier in Neumünster ist kein Platz für Rassismus!

Wir wollen am 1. Mai keine Nazis in unserer Stadt haben!

Die jüngst bekannt gewordenen Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU an Geschäftsleuten überwiegend türkischer Herkunft und einer jungen Polizistin haben erneut und diesmal ausnahmslos jedem vor Augen geführt, wohin rassistische Verachtung und Ausgrenzung in letzter Konsequenz führen: Zu Terror, Mord und zur Vernichtung des als „minderwertig“ eingestuften Mitmenschen. Gegenüber rassistischer Intoleranz kann es keine Toleranz geben. Faschismus ist eben keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Die NPD will in Neumünster marschieren! Auch die Querverbindungen zwischen militanter Naziszene und NPD sind inzwischen bekannt und hinlänglich bewiesen.

DIE NPD muss endlich verboten werden!

Der DGB als Mitglied des Runden Tisches unterstützt den Oberbürgermeister der Stadt Neumünster in seinem Bemühen, die Aufforderung der Ratsversammlung vom 27.03.2012, die 1.Mai- Demonstration zu verbieten, politisch umzusetzen und dabei ein hohes Maß an Rechtssicherheit zu wahren. Wir fordern alle Menschen in der Stadt, im Umland und in ganz Schleswig-Holstein auf:

  •  Zeigen Sie am 1. Mai Zivilcourage!
  • Beteiligen Sie sich an den Demonstrationen, Kundgebungen und sonstigen Aktionen, zu denen die im Runden Tisch der Stadt Neumünster zusammengeschlossenen Organisationen aufgerufen haben!
  • Besetzen Sie die Straßen und Plätze dieser Stadt, um die Nazis am Marschieren zu hindern! Verhalten Sie sich dabei besonnen und sorgen Sie für einen absolut gewaltfreien Verlauf!
  • Fordern Sie mit uns die Schließung des Club 88 und der anderen Nazi-Lokalitäten!
  • Feiern Sie gemeinsam mit uns ein großes buntes Fest in der ganzen Innenstadt und Rock gegen Rechts auf dem Großflecken!
  • Beteiligen Sie sich am 6. Mai an den Wahlen zum Landtag! Keine Stimme für Nazis! Wahlenthaltung wertet die Nazistimmen auf!
  • Helfen Sie mit bei der Finanzierung der vielfältigen Aktionen. Spenden Sie auf das Konto: 444 521,
    BLZ 212 400 40 (Commerzbank), Aktionstag 1. Mai!
  • Informieren Sie sich unter www.nms-bunt-stattbraun.de!

Ablauf des 1. Mai in Neumünster

 Aktionen & Zeitplan gegen den Nazi-Aufmarsch in Neumünster

10:00-13:00 Uhr:
DGB-Veranstaltung:
Demonstration, Kundgebung, Familienfest und Flohmarkt am DGB-Haus Carlstraße

ab 12:00 Uhr:
Viele Stände und Aktionen von verschiedenen Organisationen in der ganzen Innenstadt

gegen 14:30 Uhr:
Sternmarsch von den Ständen zum Großflecken

15:00 - 22:00 Uhr:
Runder Tisch:
Rock gegen Rechts mit kurzen Ansprachen auf dem Großflecken

Kirchen:
11:00-12:00 Uhr:
Anschargemeinde, Vicelingemeinde, weitere ev. Kirchengemeinden, Katholische Kirchengemeinde - Sternmarsch zum Kleinflecken
12:00 Uhr: Zentraler ökumenischer Gottesdienst auf dem Kleinflecken
12:00-14:30 Uhr: Kirchenfest auf dem Kleinflecken.
Mit dabei: Mehrere Moscheen sowie Türkische Kultur- und Sportvereine.

VVN / BdA, AJZ
Friedrichstr: Laut gegen Rechts (Kundgebung und Musik), Umzug zum Großflecken

Frauenhaus: Plakataktion

Runder Tisch Kiel: Infostand

IGM, ver.di, GEW, IG BAU, IG BCE: Gänsemarkt/ Kuhberg: Infostände

Die Linke: Bahnhofsvorplatz: Kundgebung, Aktionen

Piraten / Verein TolZi: Mühlenbrücke/ Lütjenstraße: Infostände, Musik

Kreisfußballverband: Rencks Park und Klosterinsel Jugendturnier

Parteien
SPD, CDU, FDP, DIE GRÜNEN, BfB, Piraten: Großflecken Infostände

Frauenrat der Stadt: Großflecken Frauenpower gegen Rechts

JVN / Sportvereine: Klosterinsel: Kinderfest, Musik

Hilfspunkt e.V.: Kantplatz: Stadtteilfest / Flohmarkt

Statttheater: Mobil - auf allen Plätzen und Straßen!

Kinderschutzbund: Stand

Amadeu Antonio: Infostand Stiftung Berlin

SoVD: Stand

Zonta: Großflecken Stand

Verein Weltladen: Großflecken / Holstenstraße: Infostand, fair gehandelte Getränke und Snacks

Erster Kanuklub NMS: Paddelaktion auf dem Teich (Drachenboot, Kajak)

Firma Wigger: Klosterinsel: Hüpfburg

Wichtiger Hinweis:
Kein Zugang für Nazis und Rechtsradikale zu den Veranstaltungen


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